Grundbegriffe der Buchführung

Der Übersichts halber und mit dem Fokus einer kurzen verständlichen Information habe ich die Grundbegriffe der Buchführung zusammen getragen.
Wenn welche fehlen, bitte einfach als Kommentar ergänzen!

1. Buchführung ist Bestandteil des externen Rechnungswesens.

2. Hauptzweck der Buchführung ist die Dokumentation. Es werden alle Geschäftsvorfälle, bspw. Einkauf/Verbrauch von Rohstoffen, Zahlung von Gehältern, Verkauf von Erzeugnissen, Aufnahme Kredit, etc. dokumentiert.

3. Ein Geschäftsjahr beginnt am 01.01. eines Jahres und endet am 31.12. des Jahres, sofern kein Rumpfwirtschaftsjahr vorliegt. Ein Rumpfwirtschaftsjahr hat weniger als 12 Monate und wird bspw. durch die Unternehmensgründung oder – schließung hervorgerufen.

Grundbuch/Journal/Prima Nota: Synonme. Enthält chronologisch alle Geschäftsvorfälle, mit Buchungssatz und Belegnummern.

Hauptbuch: Beinhaltet alle Konten des Unternehmens. Hier finden die Buchungen statt.

Nebenbücher: Ergänzen das Hauptbuch um Zusatzinformation.

Debitor: Schuldner, bzw. Kunde, mit dem man in einer Kreditbeziehung steht.

Kreditor: Gläubiger, bzw. Lieferant, mit dem man in einer Kreditbeziehung steht.

Inventar: Verzeichnis, in dem Vermögen und Schulden erfasst werden. Bildet die Grundlage für einen Jahresabschluss.

Inventur: Zählen, Messen, Wiegen, Prüfen von Belegen oder Verträgen der Vermögensteile

Beleg-/Buchinventur: Prüfen von Belegen oder Verträgen (also eine spezielle Art der Inventur)

Bilanzstichtag: Tag der Aufstellung der Bilanz, grundsätzlich der 31.12. eines Jahres

Stichtagsinventur: Art der Inventur, wenn Sie an einem bestimmten Tag statfindet (häufig am Bilanzstichtag)

Reinvermögen: Fremdkapital von der Summe der Vermögensteile (Anlage- und Umlaufvermögen) abziehen. Entspricht dem Eigenkapital in der Bilanz

Anlagevermögen: Gegenstände, die dem Unternehmen dauerhaft dienen sollen, bspw. Grundstücke, Maschinen, Geschäftsausttatung

Umlaufvermögen: Gegenstände, die dem Unternehmen nicht dauerhaft dienen sollen, also Verbrauch oder Verkauf, bspw. Rohstoffe, Betriebsstoffe, Erzeugnisse, Forderungen, Bankguthaben

Rückstellungen:Verbindlichkeiten in der Bilanz, von denen man nicht genau weiß, ob sie überhaupt bestehen und in welcher Höhe. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch sehr hoch, dass diese Verbindlichkeiten eintreten.

Rücklagen: Gehören zum Eigenkapital

Bilanz: Gegenüberstellung von Vermögen (Mittelverwendung, Aktiva genannt) und Kapital (Mittelherkunft, Passiva genannt). Auf beiden Seiten der Bilanz muss sich dieselbe Summe ergeben (Bilanzsumme). Muss zu Beginn und zum Schluss eines jeden Geschäftjahres erstellt werden.

Fremdkapital: Schulden + passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Schulden: Rückstellungen + Verbindlichkeiten

Bilanzverlängerung: Bilanzsumme nimmt zu

Bilanzverkürzung: Bilanzsumme nimmt ab

Bestandskonten: Sind die Konten der Bilanz (also Aktivkonten für die Aktivseite und Passivkonten für die Passivseite)

Lastschrift: Buchungen auf der SOLL-Seite von Bestandskonten

Gutschrift: Buchungen auf der HABEN-Seite von Bestandskonten

Schlussbestand: auch Endbestand oder Saldo genannt, setzt sich aus Anfangsbestand + Zugänge – Abgänge zusammen

Bilanzidentität/Bilanzzusammenhang: Schlussbilanz ist die Eröffnungsbilanz des folgenden Geschäftsjahrs

erfolgsneutrale Geschäftsvorfälle: Geschäftsvorfälle, die das Eigenkapital unberührt lassen

Erfolg: Ertrag – Aufwand, wobei Ertrag einen Mehrung des Eigenkapitals darstellt und Aufwand das Eigenkapital mindert.

Eigenkapitalkonto: passives Bestandskonto

Aufwands- und Ertragskonten: Unterkonten des Eigenkapitalkonto

Erfolgskonto: synonym für Ertragskonto

Vorsteuer: Eingangsumsatzsteuer, die beim Einkauf anfällt.

Zahllast: Verrechnung der Vorsteuer mit der Ausgangsumsatzsteuer. Sie entsteht, wenn Umsatzsteuer die Vorsteuer übersteigt.

Vorsteuerüberhang: Wenn Vorsteuer > Umsatzsteuer

Bilanzierungsfähigkeit: Eignung eines Sachverhalts, dem Grunde nach in die Bilanz aufgenommen werden zu können.

Aktivierungfähigeit: Wenn sich ein Sachverhalt der Aktivseite der Bilanz zuordnen lässt.

Passivierungsfähigkeit: Wenn ein Sachverhalt der Passiviseite der Bilanz zuzuordnen ist.

Vermögensgegenstand: körperliche und nicht körperliche Gegenstände (Sachen und Rechte) und wirtschaftliche Vorteile bzw. Werte

abstrakte Verkersfähigkeit: Vermögengsgegenstand, der einzeln veräußerbar und übertragbar ist, aber ein potentetieller Nachfrager muss nicht tatsächlich vorhanden sein <=> im Gegensatz zur konkreten Verkehrsfähigkeit

 

Noch mehr Begriffe zur Buchhaltung? Sicherlich… ggf. ergänze ich diese Liste bei Gelegenheit.